Katadyn Group

Katadyn unterstützt COPLARE

November 29, 2012

„Mit dem Thema Coastal Plastics Recycling haben Susanne Tölzel und Joachim Probst ein Projekt geschaffen, das hoch interessant ist und gut zu Katadyn passt“ bringt Steffen Fuchs von Katadyn Deutschland das Engagement der Katadyn-Gruppe beim COPLARE-Projekt auf den Punkt.

Susanne Tölzel und Joachim Probst aus Wiesbaden sind Anfang Juli 2011 zu einer mehrjährigen Segelreise rund um die Welt aufgebrochen. Mit ihrer Reise wollen sie die Aufmerksamkeit auf COPLARE lenken. Coastal Plastics Recycling ist ein außergewöhnliches Projekt für intelligentes Kunststoff-Recycling in Entwicklungsländern. Während es in Industrieländern gängige Praxis ist, gebrauchte Kunststoffe als sogenannten Sekundärrohstoff in den industriellen Stoffkreislauf zurückzuführen, besteht in den Entwicklungsländern ein großes Potential. Insbesondere auch, weil sortenreines, kaum verschmutztes PET als hochwertiger Rohstoff sehr begehrt ist und die Preise für verwertbare Kunststoffe steigen. „Unserer Meinung nach sind das gute Voraussetzungen, um für Länder, die sich den Aufbau einer kostspieligen Abfall- und Recyclingwirtschaft nicht leisten können, ein Anreizsystem zu entwickeln, das zum Ziel hat, Plastikverpackungen und Konsumgüter aus Kunststoff auf denselben Wegen zurück in die Industriegebiete ihrer Herstellung zu bringen, auf denen sie in den Verkauf gelangt sind. Fachleute sprechen von „reverse logistics“, umge­kehrte Logistik und von „urban mining“ so Susanne Tölzel und Joachim Probst.

Grund genug also für die Katadyn-Gruppe die beiden Weltumsegler auszurüsten. Mit an Bord haben die Beiden Trek´n Eat Trockennahrung sowie einen Katadyn Entsalzer PS 40E für die Trinkwasseraufbereitung. „Der Wassermacher tut uns gute Dienste. Leider konnten wir ihn die Inside Passage runter (Alaska) und am Ankerplatz in Sausalito (Kalifornien) nicht betreiben, hier war das Wasser einfach nicht sauber genug. Immer wenn wir ausnahmsweise doch mal Wasser schleppen müssen, vermissen wir den Wassermacher sehr. Das Gerät beschert uns ein bequemes Leben, das wir sehr schätzen. Und die Trek´n Eat Trockenmahlzeiten schmecken hervorragend und sind genau passend portioniert. Katadyn macht tolle Produkte, weiter so“ so das Feedback aus der Ferne.

„Es gibt auch Werte jenseits des Business. Deshalb unterstützen wir soziale und ökologische Projekte, die dem Erhalt der Umwelt dienen. Das Ziel, den Bewohnern von Küstengebieten zu zeigen, wie angespülte Plastik-Abfälle verwertet oder verkauft werden können, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Seit über 80 Jahren entwickeln wir Wasserfilter, Entkeimungsmittel und mobile Entsalzungsgeräte mit diesen man auf Reisen Plastik-Abfälle durch gekaufte PET Flaschen verringern kann. Eine Verbindung zu COPLARE liegt auf der Hand“ so Steffen Fuchs weiter.

Mittlerweile sind Susanne Tölzel und Joachim Probst auf interessante Recycling-Projekte gestoßen. Ob Wassertanks und Häuser aus PET-Flaschen in Mittelamerika, die Herstellung von Baumaterial aus Plastiktüten in Nairobi oder der multinationale Hersteller von Teppichen, der auf den Philippinen ein zukunftsweisendes Recycling-Projekt mit alten Fischernetzen testet, die einge­setzten Verarbeitungsverfahren sind überaus variantenreich. Mal braucht man wenig mehr als Nähnadeln, Garn und ein Messer, mal Häkelnadeln oder Webrahmen, um Taschen oder Teppiche herzustellen, für wieder andere wurden aufwendige Verfahren ersonnen. „Wir sind fasziniert und angetan davon, wie viele Menschen, die Techniken entwickelt und erprobt haben, ihr Wissen großzügig zur Weiter­gabe anbieten. Wir wollen solches Wissen sammeln, entlang unserer Reise­route und im Internet verbreiten und dafür sorgen, dass die Ideen an vielen Plätzen der Welt Nachahmer finden.“

Susanne Tölzel und Joachim Probst laden dazu ein, die spannende Entdeckungsreise  auf ihrer Webseite zu verfolgen. Im Reisetagebuch berichten die beiden Weltumsegler in regelmäßigen Abständen über ihre Erfahrungen und den Stand des COPLARE Projekts. Wer die Projektidee unterstützen möchte, kann Mitglied im Förderkreis des Vereins COPLARE - Coastal Plastics Recycling e.V. werden. Unterstützung hat COPLARE schon bei Unternehmen, Verbänden und Umweltschutz-Organisationen gefunden, die das Projektgelingen auf verschiedene Weise fördern, darunter der Nabu, die Firmen Pentax, Superwind, Katadyn, GoPro, Fotogena, Marblu und Wetterwelt sowie der Verband der Kunststoff­erzeuger PlasticsEurope.  Auch die bisherigen Arbeitgeber der beiden Segler, Werner & Mertz sowie das Passivhaus Institut gehören zum Kreis der Unterstützer.

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