Katadyn Group

Thailand: Drip-Filter im Einsatz gegen Durchfallerkrankungen

Dezember 21, 2009

Die Katadyn Drip Filter werden an die Familien verteilt

Verteilung der Katadyn Filter

Der Rotary Distrikt 2000/Schweiz hat in Zusammenarbeit mit den thailändischen Rotary Clubs Taksin Pattaya, Eastern Seabord und Thong Pha Phum zwei Pilotprojekte mit Drip-Gravitations-Keramikfiltern der Firma Katadyn gestartet. Am Khao Laem Stausee, rund 110 km nordwestlich von Bangkok an der burmesischen Grenze liegt das Dorf Ban Bo Ong. Es handelt sich um eine Streusiedlung mit rund 400 Haushalten am westlichen Ufer des Stausees. Der in den 80er-Jahren geflutete See schneidet das Dorf von der Zivilisation ab. Es gibt keine Zufahrtsstrasse, kein Strom und keine Kommunikation. Die Dorfbewohner beziehen ihr Wasser aus dem See oder sammeln in Tonnen Regenwasser. Beide Quellen sind stark verseucht. Den ärmsten 60 Familien wurde nun ein Filter übergeben. Beim zweiten Projekt handelt es sich um das Dorf Wang Hin, rund 90 km nordöstlich von Udon Thani Richtung der laotischen Grenze. In Wang Hin leben rund 300 Familien. Zahlreiche Kinder leiden unter Durchfallerkrankungen. Auch in Wang Hin wurden in dieser ersten Phase die 60 ärmsten Familien mit einem Drip-Filter ausgestattet.

 

Da die Anwendung der Drip-Filter äusserst simpel ist, war die Akzeptanz gross und die Filter wurden nach einer kurzen Schulung sofort eingesetzt. Das Prinzip dieser Gravitationsfilter basiert darauf, dass zwei Kessel so ineinander gestellt werden, dass der obere den unteren abdichtet. Im Boden des oberen Filters sind drei Keramikelemente eingeschraubt.

 

Der obere Behälter wird mit Schmutzwasser gefüllt, dieses sickert durch die Gravitationskraft über die Filter in den unteren Behälter und wird so gereinigt. Am unteren Behälter ist ein Auslaufhahn montiert und eine Familie kann so jederzeit sauberes Wasser trinken und gebrauchen. Die Behälter haben eine Füllmenge von 10 Litern. Füllt man sie 2 bis 3 Mal am Tag auf, so reicht die Wassermenge für eine ganze Familie. Genau so wichtig wie Trinkwasser ist auch die Verfügbarkeit von sauberem Wasser für die Körperhygiene und das Kochen. Rund 2 Monate nach in Betriebnahme konnten die involvierten Rotary Clubs feststellen, dass die Filter bei den Familien sehr beliebt sind und genutzt werden. Die Durchfallerkrankungen sind praktisch verschwunden und die Gesundheit der Bevölkerung hat sich wesentlich verbessert. Aufgrund dieser Erfahrungen planen die thailändischen Rotary Clubs bis zu 60 weitere Dörfer mit keramischen Gravitationsfiltern auszurüsten. 

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